KI-Agenten: Was sie können – und wann du besser die Finger davon lässt

Eine KI, die nur redet, kann dir Unsinn erzählen. Eine KI, die handelt, kann Geld ausgeben, Mails verschicken und Dinge löschen. 

Genau das ist der Sprung vom Chatbot zum KI-Agenten – und genau diesen Sprung verkaufen gerade alle großen Anbieter auf einmal: Meta mit Muse, OpenAI mit Dots, Anthropic mit Claude Duet, Google mit Gemini Spark. 

In dieser Folge sortieren Ada und ich, was dahintersteckt: Was macht einen echten Agenten aus? Was können die Werkzeuge heute, was nicht? Wann lohnt sich der Einsatz? Und wo wird es riskant – mit Vorfällen aus diesem Jahr, die zeigen, dass die Risiken keine Theorie sind.

🧠 Das nimmst du mit:
• Ein Agent bekommt ein Ziel, keine Frage: Er plant, benutzt Werkzeuge, handelt und korrigiert sich – und läuft weiter, wenn du die App schließt.
• Muse, Dots und Duet sind proaktive Agenten in der Cloud – bislang nur in den USA. In Europa nutzbar sind die Vorstufen: ChatGPT Agent, Manus, Claude, Gemini.
• Stark sind Agenten bei Recherche, Formularen und Routine. Schwach bei allem, was Geschmack und Abwägung braucht.
• Drei Fragen vor jedem Auftrag: Wiederholt sich das? Was passiert, wenn es schiefgeht? Kann ich das Ergebnis prüfen, bevor es wirkt?
• Vier Risiken: versteckte Befehle in fremden Texten (Prompt Injection), zu breiter Zugriff, Geld, Übereifer.
• Die Regel über allen: Vorschlag, Freigabe, Handlung – in dieser Reihenfolge.

⏱️ Kapitel:

00:00 – Intro: Die Nachricht von der KI am Morgen 
02:30 – Ada fragt: Handeln oder nur Marketingwort? 
04:00 – Teil 1: Chatbot, Assistent, Agent – die drei Stufen 
07:30 – Teil 2: Muse, Dots, Duet, Spark – wer bietet was 
13:00 – Teil 3: Was Agenten wirklich können 
16:30 – Teil 4: Drei Fragen vor jedem Auftrag 
19:30 – Teil 5: Prompt Injection, Zugriff, Geld, Übereifer 
25:00 – Schiebs Aha: Fünf Regeln für Agenten 
27:30 – Zusammenfassung und Abschied

🧭 Die fünf Regeln:
• Minimale Rechte: Nur Zugriff auf das, was die Aufgabe braucht. Ein Ordner statt aller Mails, eine Prepaid-Karte statt des Kontos.
• Freigabe für alles, was wirkt: Geld, Senden, Löschen, Unterschreiben – nie ohne dein Ja.
• Zweites Postfach: Eine eigene Mailadresse nur für Agenten-Aufgaben begrenzt den Schaden.
• Klein anfangen: Erst drei Angebote für Winterreifen, nicht die Steuererklärung.
• Protokoll lesen: Stichprobenartig prüfen, was der Agent getan hat – bevor es teuer wird.


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Bleib neugierig, bleib gelassen – und entfessle deine Superkraft. Bis nächste Woche, Jörg

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